Externe Verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK) für Ihren Betrieb
Als Unternehmer tragen Sie die Verantwortung für den sicheren Betrieb Ihrer elektrischen Anlagen — arbeitsschutz-, betriebssicherheits- und energiewirtschaftsrechtlich zugleich. Wir übernehmen die Fachverantwortung als externe Verantwortliche Elektrofachkraft klären, welche Rolle in Ihrem Betrieb tatsächlich fehlt, und dokumentieren die Pflichtenübertragung nachvollziehbar.
Brauchen Sie wirklich eine VEFK — oder etwas anderes?
Viele Betriebe suchen eine „VEFK“, brauchen aber eigentlich einen Anlagenverantwortlichen, einen Anlagenbetreiber-Support oder alle drei Funktionen. Wer die Rollen verwechselt, kauft die falsche Leistung ein — und die Haftungslücke bleibt offen. Wir klären zuerst, welche Verantwortung bei Ihnen tatsächlich fehlt.
+Warum die Verwechslung so verbreitet istRollen, die im Alltag zusammenfallen — und auseinanderbrechen
Im Regelfall ist der Arbeitgeber zugleich Betreiber der Anlage und Anschlussnehmer gegenüber dem Netzbetreiber — drei rechtliche Rollen in einer Hand. Deshalb wird nicht unterschieden. Sobald jedoch vermietet wird, ein Betreibermodell oder Facility Management dazukommt oder im Konzern Zuständigkeiten getrennt sind, fallen die Rollen auseinander. Genau dann entstehen die Lücken, die im Prüf- oder Schadensfall sichtbar werden.
Was Sie im Zweifel brauchen, ergibt sich nicht aus dem Wunsch nach einer „VEFK“, sondern aus der tatsächlichen Rollenverteilung in Ihrem Betrieb. Das ist der erste Schritt jeder Zusammenarbeit.
Vier Rollen, die niemand verwechseln sollte
Kurzüberblick — für die vollständige Rechtsgrundlage jede Rolle aufklappen.
VEFK
DIN VDE 1000-10 · §13 Abs.2 ArbSchGTrägt die elektrotechnische Fach- und Unternehmerverantwortung.
Anlagenbetreiber
DIN VDE 0105-100Hat die Verfügungsgewalt über die Anlage, trägt die Betreiberpflichten.
Anlagenverantwortlicher
DIN VDE 0105-100Trägt die unmittelbare Betriebsverantwortung der konkreten Anlage.
Anschlussnehmer
NAV §13 · EnWG §49Verantwortlich für die Anlage hinter der Hausanschlusssicherung.
+Verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK)Übernahme der Unternehmerpflicht für den Elektrobereich
Die VEFK ist nach DIN VDE 1000-10 Abschnitt 3.2 die natürliche Person, die als Elektrofachkraft die Fachverantwortung trägt und darüber hinaus mit der Wahrnehmung von Unternehmerpflichten hinsichtlich der elektrotechnischen Anforderungen beauftragt ist. Unternehmerpflichten sind insbesondere Organisations-, Fürsorge-, Auswahl- und Kontrollpflicht.
Rechtsgrundlage der Übertragung ist § 13 Abs. 2 ArbSchG: Der Arbeitgeber kann zuverlässige und fachkundige Personen schriftlich beauftragen, ihm obliegende Aufgaben in eigener Verantwortung wahrzunehmen. Die Delegation befreit ihn nicht von der obersten Auswahl-, Organisations- und Kontrollpflicht (§ 130 OWiG). In Sicherheitsfragen ist die VEFK nach Abschnitt 5 der DIN VDE 1000-10 weisungsfrei.
DIN VDE 1000-10 Abschn. 3.2§ 13 Abs. 2 ArbSchGDGUV Information 203-002§ 130 OWiG+Anlagenbetreiber & AnlagenverantwortlicherDie Betriebsrollen aus der Betriebsnorm DIN VDE 0105-100
Die Betriebsnorm DIN VDE 0105-100 („Betrieb von elektrischen Anlagen“) unterscheidet den Anlagenbetreiber — wer die Verfügungsgewalt über die Anlage hat und die Betreiberpflichten trägt — vom Anlagenverantwortlichen, der die unmittelbare Verantwortung für den Betrieb der konkreten Anlage während bestimmter Arbeiten trägt und Ansprechpartner für Arbeiten an ihr ist.
Die Betreiberpflichten selbst folgen aus § 14 BetrSichV (Prüfung durch zur Prüfung befähigte Person, § 2 Abs. 6 BetrSichV) und § 5 DGUV Vorschrift 3 (Prüfung vor erster Inbetriebnahme und wiederkehrend).
DIN VDE 0105-100§ 14 BetrSichV§ 2 Abs. 6 BetrSichV§ 5 DGUV V3Genaue Definitionswortlaute der DIN VDE 0105-100 werden mit der Normfassung abgeglichen.
+Anschlussnehmer & die energiewirtschaftliche VerantwortungDie Schicht, die im Arbeitsschutz gern übersehen wird
Sobald die Anlage an das Niederspannungsnetz angeschlossen ist, greift das Energiewirtschaftsrecht. Nach § 49 Abs. 1 EnWG sind Energieanlagen so zu errichten und zu betreiben, dass die technische Sicherheit gewährleistet ist; dabei sind die allgemein anerkannten Regeln der Technik zu beachten. Deren Einhaltung wird nach § 49 Abs. 2 EnWG vermutet, wenn die technischen Regeln des VDE eingehalten sind.
Der Netzanschluss beginnt an der Abzweigstelle des Niederspannungsnetzes und endet mit der Hausanschlusssicherung. Arbeiten an der Anlage dürfen nur durch ein in ein Installateurverzeichnis eingetragenes Installationsunternehmen ausgeführt werden (§ 13 Abs. 2 NAV); die Inbetriebsetzung ist diesem vorbehalten (§ 14 NAV). Ergänzend kann der Netzbetreiber nach § 20 NAV Technische Anschlussbedingungen (TAB) festlegen.
§ 49 EnWG§ 13 NAV§ 14 NAV§ 20 NAV (TAB)VDE-AR-N 4100Die Anlage steht in drei Rechtsschichten
Wer die Verantwortung übernimmt, muss allen dreien genügen.
+Schicht 1 — Arbeitsschutz- & BetriebssicherheitsrechtWer betreibt, muss sicheren Zustand und Betrieb gewährleisten
- § 3 ArbSchG — Grundpflicht des Arbeitgebers
- § 5 ArbSchG — Gefährdungsbeurteilung
- § 14 BetrSichV — Prüfung durch zur Prüfung befähigte Person (§ 2 Abs. 6 BetrSichV)
- § 5 DGUV Vorschrift 3 — Prüfung vor erster Inbetriebnahme und wiederkehrend
- DIN VDE 0105-100 — Betriebsnorm (Quelle der Rollen Anlagenbetreiber / Anlagenverantwortlicher)
+Schicht 2 — Energiewirtschafts- & NetzanschlussrechtDie Verantwortung des Anschlussnehmers gegenüber dem Netzbetreiber
§ 49 EnWG verlangt technische Sicherheit nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik; die VDE-Bestimmungen tragen die gesetzliche Vermutungswirkung. Die NAV konkretisiert das für die Anlage hinter dem Hausanschluss: Verantwortung des Anschlussnehmers (§ 13 NAV), Installateurpflicht und Inbetriebsetzung (§§ 13, 14 NAV), Technische Anschlussbedingungen des Netzbetreibers (§ 20 NAV), technisch gestützt auf die VDE-Anwendungsregel VDE-AR-N 4100.
§ 49 EnWG§ 13 NAV§ 14 NAV§ 20 NAVVDE-AR-N 4100+Schicht 3 — Elektrotechnische FachverantwortungDie Person, die für die Einhaltung aller Schichten einsteht
Die VEFK übernimmt die elektrotechnische Unternehmerpflicht in eigener Verantwortung (DIN VDE 1000-10 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 ArbSchG) und steht dafür ein, dass die Anlage die Anforderungen der Schichten 1 und 2 — Betriebssicherheit und EnWG/NAV/TAB — tatsächlich erfüllt.
DIN VDE 1000-10§ 13 Abs. 2 ArbSchGFasi ist nicht VEFK — und Haftung bleibt Chefsache
+Fachkraft für Arbeitssicherheit (Fasi) in Abgrenzung zur VEFKBeratung gegen Pflichtenübernahme
Die Fasi hat nach § 6 ASiG die Aufgabe, den Arbeitgeber beim Arbeitsschutz und bei der Unfallverhütung in allen Fragen der Arbeitssicherheit zu unterstützen und zu beraten sowie Betriebsanlagen sicherheitstechnisch zu überprüfen. Sie berät und unterstützt — sie übernimmt keine Unternehmerpflichten in eigener Verantwortung; die Verantwortung bleibt beim Arbeitgeber. Ihre Bestellung ist Pflicht (§ 5 ASiG, konkretisiert durch die DGUV Vorschrift 2).
Die VEFK ist das Gegenstück: Sie übernimmt die delegierte Unternehmerpflicht für den Elektrobereich. Kurz: Die Fasi deckt die Breite des Arbeitsschutzes ab, die VEFK die Tiefe des Elektrobereichs. Die eine ersetzt die andere nicht.
§ 6 ASiG§ 5 ASiGDGUV Vorschrift 2+Haftung & nachweisbare OrganisationWarum die richtige Bestellung Ihr persönliches Risiko senkt
Ohne wirksame, dokumentierte Pflichtenübertragung bleibt die Verantwortung bei der Unternehmensleitung. Greifen können § 130 OWiG (Verletzung der Aufsichtspflicht) in Verbindung mit § 9 OWiG, § 14 StGB sowie im Schadensfall §§ 222, 229 StGB (fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung). Nur eine ordnungsgemässe, schriftliche Zuweisung der Unternehmerpflichten ist die Grundlage einer nachweisbaren Organisation.
Wichtig für die Absicherung: Eine D&O-Versicherung deckt die Tätigkeit einer externen VEFK regelmässig nicht ab — erforderlich ist eine eigene Berufshaftpflicht des Mandatsträgers. Diese unterhält die IMS New Technologies AG; die Deckungsbestätigung legen wir auf Anfrage vor.
§ 130 OWiG§ 9 OWiG§ 14 StGB§§ 222, 229 StGB+Ihre Fasi, ein Audit oder die Aufsicht hat die VEFK gefordert?Ein häufiger — und fachlich vorgeprüfter — Einstieg
Sehr oft wird die fehlende oder unwirksame VEFK-Bestellung nicht vom Betrieb selbst sichtbar gemacht, sondern von einem Dritten: von der eigenen Fachkraft für Arbeitssicherheit bei der sicherheitstechnischen Überprüfung (§ 6 ASiG), in einem Managementsystem-Audit (ISO 9001, ISO 45001) oder durch eine Beanstandung der Berufsgenossenschaft (§§ 17–19 SGB VII) bzw. der staatlichen Arbeitsschutzaufsicht (§ 22 ArbSchG).
Entscheidend: Auditoren und Aufsicht stellen den Mangel fest und ordnen ihn gegebenenfalls an (§ 19 Abs. 1 SGB VII, § 22 Abs. 3 ArbSchG) — einen Anbieter benennen sie nicht; Zertifizierungsstellen dürfen wegen ihrer Unparteilichkeit weder beraten noch empfehlen (ISO/IEC 17021-1). Die Lösung müssen Sie selbst finden. Wir unterstützen Sie dabei, die Bestellung innerhalb der gesetzten Frist umzusetzen, und erstellen die Dokumentation dazu.
§ 6 ASiG§§ 17–19 SGB VII§ 22 ArbSchGISO/IEC 17021-1→ Unsere Fasi hat eine VEFK gefordert · → Audit oder Begehung hat die VEFK beanstandet
VEFK-Selbstcheck mit Ampelbewertung
Kreuzen Sie an, was auf Ihren Betrieb zutrifft. Sie erhalten sofort eine erste Einschätzung — eine verbindliche Beurteilung ist das nicht; sie folgt erst nach einer Begehung. Die Auswertung erfolgt nur in Ihrem Browser, es werden keine Daten übertragen.
Drei Wege, Verantwortung zu übernehmen
Kein Pauschalfestpreis — der Preis ergibt sich aus der kostenpflichtigen Erstbegehung und Risikoanalyse.
Externe VEFK
Wir übernehmen die elektrotechnische Fach- und Unternehmerverantwortung für Ihren Betrieb — schriftlich bestellt, weisungsfrei in Sicherheitsfragen, mit eigener Berufshaftpflicht.
Externer Anlagenverantwortlicher
Wir tragen die unmittelbare Betriebsverantwortung für Ihre konkrete Anlage — als Ansprechpartner für Arbeiten, Freigaben und Betrieb nach DIN VDE 0105-100.
Kombination
VEFK und Anlagenverantwortlicher aus einer Hand, sauber gegen Interessenkonflikte abgegrenzt — häufig sinnvoll für Betriebe ohne interne Elektroverantwortung.
Eignungs-Vorprüfung Elektrofachkraft
Sie wollen wissen, ob eine Person als Elektrofachkraft, Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten, elektrotechnisch unterwiesene Person, VEFK oder zur Prüfung befähigte Person in Frage kommt? Wir prüfen die Unterlagen fachlich vor — ab 75 EUR netto. Zunächst nur auf Anfrage.
Kombiangebote — Elektro, Arbeitsschutz, Brandschutz
Ein mittelständischer Betrieb braucht in der Regel drei externe Funktionen. Gebündelt bedeutet das eine Anlaufstelle, eine Begehungslogik, eine durchgängige Dokumentation.
VEFK + Fasi
Elektrosicherheit und betrieblicher Arbeitsschutz aus einer Hand — delegierte Fachverantwortung Elektro plus sicherheitstechnische Beratung nach § 6 ASiG.
→ weiter zu sifa solutionsVEFK + Brandschutzbeauftragter
Zwei Gefahrenbereiche mit hohem Personen- und Sachschadenrisiko in einer abgestimmten Organisation.
→ weiter zu externer BrandschutzbeauftragterVEFK + Fasi + BSB
Alle drei Pflichtfunktionen in einem Mandat, ein Ansprechpartner, ein Berichtswesen.
→ sifa solutions & externer BrandschutzbeauftragterVom Check zum Mandat
VEFK-Check
Kostenlose Ersteinschätzung mit Ampelbewertung.
Erstgespräch
60 Minuten, Klärung Ihrer Rollenverteilung.
Begehung
Erstbegehung & Risikoanalyse vor Ort.
Angebot
Individuell, auf Basis der Analyse — kein Pauschalpreis.
Mandat
Bestellung, Übernahme, laufende Betreuung.
Vertragspartnerin ist die IMS New Technologies AG. Die Leistungen werden von uns unmittelbar erbracht oder in Zusammenarbeit mit fachlich geeigneten Partnerorganisationen; die Bestellung als VEFK bzw. Anlagenverantwortlicher erfolgt in jedem Fall auf eine namentlich benannte, in Sicherheitsfragen weisungsfreie Person.
Persönlich verantwortlich
Michael Lorenz
Klären Sie zuerst, welche Verantwortung Ihnen fehlt.
Kostenloser VEFK-Check, 60-Minuten-Erstgespräch, dann eine nachvollziehbare Empfehlung — ohne Vorfestlegung.
VEFK-Check starten